Maut

Österreich

Neue Mauttarife in Österreich ab 01. Januar 2010

Durch die Einführung der emissionsabhängigen Maut zum 01.01.2010 wurden neue Mautsätze je gebührenpflichtigen Kilometer verordnet. Die Kraftfahrzeuge der unterschiedlichen Emissionsklassen werden in die neu eingeführten Tarifgruppen A bis C eingeordnet. Der Kilometertarif der besonders schadstoffarmen Emissionsklassen EEV und Euro VI fällt um etwa 9% niedriger aus als der zuvor gültige Mauttarif. Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro IV und V zahlen um ca. 3,5% weniger Maut. Für LKW mit Euro 0 bis Euro III-Motor steigt der Tarif hingegen um über 11%.Nähere Informationen erhalten Sie hier!

 

ACHTUNG ÄNDERUNG:

Ab 01. Januar 2010 soll in Österreich bei der Mauterhebung für Kraftfahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht die Emissionsklasse berücksichtigt werden. Fahrzeughalter werden aufgefordert rechtzeitig Nachweise über die Emissionsklasse des Fahrzeuges an den Mautbetreiber ASFINAG zu übermitteln. Nähere Informationen finden Sie hier!

 

 

Direkt zur Go-Boxbestellung (hier klicken)

Das System

Für das sogenannte "freeflow MultiLAN-System" wurden in den letzten beiden Jahren entlang der Autobahnen 430 Portale über den Fahrbahnen aufgestellt. Die LKW selbst brauchen die so genannte
Go-Box an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges, die mit den Sendern auf den Portalen auf Mikrowellenbasis kommunizieren. So braucht nirgends angehalten oder die Fahrt verlangsamt werden.
Bei den Go-Boxen ist keinerlei Installationsaufwand notwendig. Das Gerät hat eine eigene Batterie, die 5 Jahre hält.

Die Bedienung ist sehr einfach. Der Fahrer muss nur die Achsanzahl eintippen.

 

Die Verrechnung

Die Gebühren werden ohne Fahrtunterbrechung online von der Go-Box abgebucht. Ein kurzer Piepton während der Durchfahrt zeigt, dass die Abbuchung erfolgt ist. Für die Verrechnung kann entweder auf der Go-Box ein Guthaben gespeichert werden (Pre-Pay-Verfahren) oder die Verrechnung erfolgt im Nachhinein über ein Kreditkartensystem (Post-Pay-Verfahren).

Ein direktes Einbuchen wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Zur Erfassung der Mautpreller gibt es ca. 100 Portale. Bei diesen Doppelportalen befinden sich jeweils auf dem ersten Portal Scanner, die die Achsanzahl erfassen und mit mit der Go-Box kommunizieren. Auf dem zweiten Portal sind Kameras installiert, die das Kennzeichen bei unklarer Datenlage fotografieren.
Außerdem werden von der ASFINAG mobile Ermittler, die so genannte Enforcement-Truppe, eingesetzt, die neben den LKW auch die Vignette der PKW kontrollieren.

Die Gebühren sind nach Achsanzahl gestaffelt und liegen zwischen 0,13 € bei 2 und 0,273 € bei 4 oder mehr Achsen. Allerdings gibt es noch Sondermautstrecken, die einen höheren Tarif haben:

  • Gleinalmtunnel (Pyhrnautobahn)
  • Bosrucktunnel (Pyhrnautobahn)
  • Tauernautobahn
  • Karawankenautobahn
  • Arlbergschnellstraße
  • Brennerautobahn

 

Ausnahmen der Maut

Folgende Fahrzeuge sind nach verschiedenen Gesetzen von der Maut ausgenommen:

  • Militärfahrzeuge ("Heeresfahrzeuge")
  • Fahrzeuge des Straßendienstes
  • Blaulichtfahrzeuge
  • Fahrzeuge der öffentlichen Sicherheit (Zollwache, Justizwache)
  • Fahrzeuge für UNO-Einsätze
eZ Publish™ copyright © 1999-2010 eZ Systems AS